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Unsere KircheUnsere Kirche Die kirchliche Entwicklung der Ortschaft PfaffenthalNach jahrelangen Verhandlungen, die die Pfaffenthaler Bürger mit den kirchlichen und weltlichen Autoritäten geführt hatten, hat schlußendlich Bischof J.Th.Laurent am 24. Februar 1847 entschieden, daß Pfaffenthal zu einer eigenständigen Pfarrei erhoben wurde. Er basierte sich bei seiner Entscheidung auf positive Meinungen vom Kirchenrat der Pfarrei St. Michael, zu der Pfaffenthal gehörte und der Stadtverwaltung. So wurde eine kirchliche Trennung möglich. Als Pfaffenthal zur Pfarrei erhoben worden war, wurde auch der seit 1843 für Pfaffenthal zuständige Kaplan Herr J.G. Bertrang zum Pfarrer ernannt und am 6. März feierlich installiert. Ihm sind hohe Verdienste anzurechnen was die Gründung der Pfarrei angeht. Am 21. Februar 1849 wurde die Pfarrei St. Matthäus auch vom Stat offiziell anerkannt.Eine „Kirche“ im Thal ( Geschichtlicher Rückblick )Zu den großen Herrscherhäuser im 10. Jhr gehörte das Ardennerhaus. Aus diesem Haus stammte Graf Siegfried, „de nobile genere natus“, also aus königlichem Geschlecht. Durch den Tausch von Ländereien mit der Sankt Maximinerabtei von Trier kam er in den Besitz des Bockfelsens („Castellum quod dicitur Lucilinburhuc“) mit den angrenzenden Ländereien. Hier beschloss Siegfried eine Burg zu bauen.Durch den Bau der Grafenburg ist die Einwohnerzahl in den Unterstädten gewachsen. Bereits im Jahr 1055 baute Graf Giselbert II eine „Kirche im Thale“. In der Gründungscharta der Abtei Altmünster wurde die Kirche zuerst erwähnt (apud Mathéis alodium). Diese erste Kirche hatte schon den heiligen Matthäus als Schutzpatron. Diese Kirche hatte auch eine strategische Funktion. Befestigte Kirchen mit Wehrtürmen waren in früheren Zeiten keine Rarität. Die Wichtigkeit einer solchen Verteidigungsanlage war umso größer, da die Verkehrsstraße Reims-Trier durch das Tal führte. Sankt Matthäus sollte den Zugang von Norden und Osten absichern. Ein jahrelanger Konflikt zwischen dem luxemburgischen Grafenhaus und dem Erzbischof Eberhard von Trier führte zur Gründung der Benediktinerabeti auf Altmünster. Graf Conrad I. ( 1056-1086 ) versprach in der Nachbarschaft seiner Burg ein Kloster zu errichten und diesem einen Teil seiner Güter zu schenken. Dazu gehörten Ländereien im direkten Umfeld der Matthäuskapelle Richtung Clausen auf der rechten Seite der Alzette. Durch diese Schenkung entstand im Laufe der Jahre der Name Pfaffenthal, eine Zusammensetzung der Wörter „Pfaf“( Anfangsbuchstaben von Pastor fidelis animarum fideliis) an „Owel“, altdeutsches Wort für Aue (fruchtbare Wiese), aus dem mit der Zeit der Name Thal wurde, das Thal der Pfaffen. Nachdem Graf Heinrich V ( der Blonde ), der mit dem französischen König Ludwig IX (der Heilige ) den letzten Kreuzzug in das Heilige Land mitgemacht hatte, unversehrt heimgekehrt war, hat er im Jahre 1271 als Dank an den Schöpfer die Kirche des Hl. Matthäus im byzantinischen Styl umgebaut. So ist zu erklären, dass unsere heutige Pfarrkirche in einem neo-byzantinischen Styl geplant wurde. Zu erwähnen bleibt, dass der im Pfaffenthal bestehende Name Théives (Téives ) bei der Bezeichnung „Théivesbuer „ hergeleitet ist von Matthäus, Thäus, Théives, und nicht wie eine Zeit lang angenommen worden war, von Stephanus! Im Jahre 1585 hatte der Erzbischof von Trier die „Nikloskiirch“ am Neuen Markt in der Oberstadt, die von der kirchlichen Organisation gesehen zur Pfarrei Weimerskirch gehörte, als Hauptpfarrkirche der Stadt erhoben. Pfaffenthal wurde eine Filiale von St. Nikolaus. Nach dem Konkordat zwischen Napoleon I und Papst Pius VII sind im Jahre 1803 die Stadtpfarreien neu aufgeteilt worden. Pfaffenthal gehörte von nun an zu St. Michael. In der Unterstadt wurde der Wunsch einer eigenen Pfarrei immer stärker. Bedingt durch die vielen militärischen Festungsbauten im Pfaffenthaler Berg, bestand keine direkte Verbindung zwischen dem Pfaffenthal und der Pfarrkirche in der Oberstadt. Es war dann unmöglich, bei Bedarf einen Geistlichen zu bestellen, was sich besonders nachts bemerkbar machte. Am 29. Februar 1820 richteten sich die Katholiken aus Pfaffenthal an die Regentschaft in La Haye, daß das Stadtviertel mindestens als fester Kaplanssitz ernannt werden sollte. Diesem Wunsch wurde sofort Rechnung getragen, und ab dem Jahre 1822 wohnte in Pfaffenthal ein Kaplan. Danach wurde systematisch weitergearbeitet um eine geräumige Kirche zu bauen. Nach langen Verhandlungen wurde letztendlich das Projekt vom jungen Staatsarchitekten Jean-Francois Eydt (1808-1884) im Jahre 1843 angenommen. Die alte Kapelle aus der Kreuzfahrerzeit wurde abgerissen und die neue Kirche gebaut. Aber diese im byzantinischen Stil erbaute Kirche fand keine Zufriedenheit. Es war ein kleiner viereckiger Bau mit einer mächtigen Glaskuppel unter der die Leute im Sommer schwitzten und im Winter froren. Die Pfaffenthaler Einwohner waren nicht zufrieden. Mit Pfarrer Anton Koecher bekam die Pfarrei im Jahre 1861 einen kompetenten Pfarrer. Zusammen mit dem Kirchenrat wurden die nötigen Schritte für einen Neubau unternommen, und so entstand der Matthäusbauverein der als Aufgabe hatte ein Baukapital zu schaffen. Gleich zwei von drei Projekten wurden wegen der Kuppel und dem Fehlen von Sakristei und Kirchturm abgelehnt. Das dritte Projekt von Staatsarchitekt Charles Arendt (1825-1910) wurde angenommen und dem Gemeinderat vorgeschlagen. Im Jahre 1872 wurde die neue im neobyzantinischen Stil erbaute Pfarrkirche fertiggestellt und von Bischof Adames feierlich konsekriert. Im Jahre 1903 wurde eine neue Orgel von der Firma Voigt&Söhne installiert. Eine weitere bewundernswerte Sehenswürdigkeit in der Kirche sind die wertvollen farbigen Kirchenfenster in deren Bibelszenen dargestellt werden. Sie wurden zur Zeit von Pfarrer Ferdy Joachim eingesetzt. Nicht zuletzt wegen ihrer aussergewöhnlichen Schönheit und ihrer Einmaligkeit sind diese Fenster eine wahre Kunstbereicherung. Mit Unterstützung der staatlichen Kirchenkommission wurden diese Fenster erst kürzlich durch die Firma Binsfeld aus Trier restauriert und können in seither in Ihrer kompletten Pracht bewundert werden. Im zweiten Weltkrieg unter preussischer Nazibesatzung diente die Pfaffenthaler Pfarrkirche unter Pfarrer J.P. Ries während 14 Monaten als Refugium für 6 luxemburgische Refraktäre. Dies war eine äusserst (lebens)gefährliche für die Verantwortlichen dieses Unternehmens. Gott sei Dank für den glücklichen Ausgang! Bei Gelegenheit der Jahrhundertfeier der Pfarrei im Jahre 1947 wurde neben der Kirche das Don Bosco Vereinszentrum für die vielen katholischen Lokalvereine dieser Zeit gebaut. Ein Begegnungsort besonders für die Jugend. Im Geist des damaligen Gründer-Kirchenrates wird dieser Bau auch heute noch von portugiesischen Folklore Gruppen für die Jugend genutzt. Nach 13 Jahrzehnten war die Kirche in einem desolaten Zustand. Auf Initiative der Kirchenfabrik mit Pfarrer Roger Kinsch und Kirchenratspräsident Pierre Kieffer wurde im Jahre 1976 ein Antrag an den Schöffenrat der Gemeinde Luxemburg gestellt, welchem auch Rechnung getragen wird. Die „Commission de surveillance des Batiments religieux“ gab ihre Zustimmung. So konnte der Hauptaltar verlegt werden, um den Bestimmungen des vatikanischen Konzils gerecht zu werden. Im Jahre 1979 erstrahlte die Kirche wieder in neuem Glanz. Eine Renaissance des Pfarrlebens wurde eingeläutet als der Orden der „Wäisse Pateren“ von 1982-1989 die geistlichen Betreuer der Pfarrei waren. Besonders Pater Karlheinz Pantenburg hat sich in gutem katholischem Geist alle erdenkliche Mühe gegeben, um positive Resultate zu schaffen. So wurde beispielsweise die Kirchenfabrik neu konstituiert, der Cäcilienverein so wie die „Fraen und Mammen“ sind aufgeblüht. Desweiteren wurde eine portugiesiche Gemeinschaft ins Leben gerufen, die sich aktiv am Pfarrleben beteiligt. Pfarrer Pierre Ries übernahm im Jahre 1989 die an und für sich gut funktionierende Pfarrei. In ökumenischem Geiste schuf er die Möglichkeit daß eine rumänisch-orthodoxe grenzüberschreitende Gemeinschaft in der Pfaffenthaler Pfarrkirche ein Zuhause finden konnte. Zu dieser Zeit kamen auch lokale Wertgegenstände in der Kirche zur Geltung. Zum Beispiel ist das restaurierte Kreuz „Griselding“, welches für das kulturelle Vermögen ( patrimoine ) der Unterstadt Pfaffenthal eine besondere Bedeutung hat, in der Taufkapelle zu bewundern., Die 14 Stationen vom ehemaligen Kreuzweg zeigen sich in neuem Licht und kamen wieder zur Geltung. Die 4 Jahreszeiten (Gemälde der Künstlerin Rita. G. Gierens ) in zeitgenössischer Kunst wirken äusserst lebendig. Am Hauptaltar steht eine Matthäusstatue die vom renomierten Künstler Nikolaus Greeff-Greisch (1695-1761) aus Altwies geschaffen wurde. Nicht zu vergessen das monumentale Bild der „Assumptio“ von einem flämischen Maler aus der Rubens-Schule, Gaspard de Crayer. Dieses Bild wurde erst vor einigen Jahren von der Künstlerin Tilly Hoffelt restauriert.In den letzten Jahren wurde die „Voigt“ Orgel komplett renoviert. Als eine der ältesten Orgeln der Haupstadt figuriert sie auf dem „Inventaire des Monuments classés“ und wird mit Vorliebe von bekannten Künstlern bespielt.Dass ebenfalls unser National Komponist „ Laurent Menager „ ( 1835 – 1902 ), in Pfaffenthal geboren, sein ganzes Leben bis zu seinem Tode in der Unterstadt gewohnt hat, und während 40 Jahren in der Pfarrkirche als Organist, Dirigent und Komponist tätig war, ist selbstverständlich.Ganz rezent ist ebenfalls in der Kirche eine herrliche Farbkomposition vom jungen lokal Artisten Jacques Dedye, welcher leider schon 2008 im Alter von 49 Jahren verstorben ist, zu bewundern.F.T. Paroisse Saint-Matthieu Luxemburg-Pfaffenthal lightbox1Diese Flash-Homepage wurde mit dem MAGIX Website Maker eingerichtet - kostenlose webseite erstellen Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player. 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