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Der Heilige Matthäus
Gedenktag katholisch: 21. September Fest bedacht im Eucharistischen Hochgebet I und im Ambrosianischen Hochgebet I Übertragung der Gebeine: 6. Mai Gedenktag evangelisch: 21. September Gedenktag anglikanisch: 21. September Gedenktag orthodox: 16. November Gedenktag armenisch: 16. November 7. Juli, 20. Oktober Auffindung seines Evangeliums: 21. September Gedenktag koptisch: 9. Oktober wundersame Befreiung aus dem Gefängnis durch Maria: 18. Oktober Name bedeutet: Gottes Geschenk (griech.-hebr.)Apostel, Evangelist, Märtyrer † nach 42 in Parthien in Mesopotamien (?) Matthäus war einer der Apostel, er hieß ursprünglich Levi. Die ersten drei Evangelien erwähnen, dass er Zöllner in der antiken Hafenstadt Kapernaum - ein abgegangener Ort am See Genezareth - war; er also einer der von den Juden verachteten - weil im Dienst der römischen Besatzungsmacht stehenden - Steuereintreiber. Markus nennt ihn Levi, den Sohn des Alphäus (Markusevangelium 2, 14), Lukas nennt ihn einfach Levi (Lukasevangelium 5, 27). Das Evangelium, das seinen Namen trägt, berichtet, wie Jesus ihn vom Zolltisch weg berief und mit ihm aß (Matthäusevangelium 9, 9). Aus seinem Beruf als Zöllner kann man schließen, dass Matthäus über eine gewisse Bildung verfügt haben muss. Den Namen Matthäus erhielt er von Jesus. Matthäus taucht in den neutestamentlichen Berichten nicht häufig auf. Drei der Evangelisten erwähnen - neben der Geschichte seiner Berufung - nur, dass er einer der zwölf Apostel war (Matthäusevangelium 10, 3; Markusevangelium 3, 18; Lukasevangelium 6, 15). Lukas berichtet von einem Festmahl mit vielen Gästen, das er anlässlich seiner Berufung ausrichtete (Lukasevangelium 5, 29). Matthäus gilt in der Tradition als der Verfasser des ersten Evangeliums. Der Überlieferung nach zog er nach Abschluss dieser Arbeit im Jahr 42 nach Parthien, um das Evangelium zu verkünden. Nach anderer Überlieferung ging er in ein Land der Menschenfresser, genannt Äthiopien, das ebenfalls in Mesopotamien lag. Dort überwand er die Drachen der Zauberer, erweckte den Sohn des Königs Egippus zum Leben und heilte dessen Tochter Ephigenia vom Aussatz; daraufhin wurde ihm eine Kirche erbaut und die Königstochter trat ins Kloster ein. Der Bruder des Königs aber begehrte nach dessen Tod Ephigenia zur Ehe - Matthäus erklärte ihm vor allem Volk, dass sie die Braut eines höheren Königs sei, worauf der Wütende Matthäus am Altar von rückwärts mit dem Schwert durchbohren ließ. Andere Überlieferungen wissen um einen friedlichen Tod, die Steinigung oder den Tod im Feuer. Griechische Ikone, 14. Jahrhundert Matthäus' Reliquien liegen seit 954 in der nach ihm benannten Kathedrale von Salerno, die 1085 von Papst Gregor VII. geweiht wurde und bald ein wichtiger Wallfahrtsort wurde. Die Redensart es ist Matthäi am letzten ist seit dem 16. Jahrhundert verbreitet und meint, der Betreffende habe bald kein Geld mehr - das bezieht sich auf Matthäus Beruf als Steuereintreiber. Bauern galt der Gedenktag des Matthäus als Beginn der Winterzeit und als wichtiger Lostag für das Wetter. In der Nacht zum Gedenktag konnten junge Mädchen mit Hilfe von im Wasser schwimmenden Papierfetzen erfahren, wann mit einer Hochzeit zu rechnen sei und mit wem diese erfolge. Auch das Weihwasser wurde teilweise auf Matthäus zurückgeführt. Attribute: Mensch oder Engel, denn er schilderte in seinem Evangelium das menschliche Sein Christi; Schwert Patron von Salerno; der Bankangestellten, Finanz-, Steuer- und Zollbeamten; Wechsler und Buchhalter; gegen Trunksucht Bauernregeln: Matthäuswetter hell und klar / bringt guten Wein im nächsten Jahr. Ist Matthäus hell und klar, / gute Zeiten bringt's fürwahr. Tritt Matthäus ein / soll die Aussaat fertig sein. Wie es Matthäus treibt, / es vier Wochen bleibt. Tritt Matthäus stürmisch ein, / wird's bis Ostern Winter sein. Wenn Matthäus weint statt lacht / er aus dem Wein oft Essig macht. Wenn Matthäus freundlich schaut, / man auf gutes Wetter baut. Quelle: www.heiligenlexikon.de
Caravaggio: Matthäus und der inspirierende Engel, 1602, in der Contarelli-Kapelle der Kirche San Luigi dei Francesi in Rom
auf luxemburgisch "den hellegen Théiwes" genannt
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